Ein saures Leben kann krank machen

Nach den Grundsätzen der Basischen Ernährung sind viele der so genannten Zivilisationskrankheiten Folge einer Übersäuerung des Körpers. Diese entsteht, wenn zu viele säurebildende Nahrungsmittel aufgenommen werden, so dass der Säure-Basen-Haushalt des Organismus sich nicht mehr in Balance befindet. Der Säureüberschuss kann neben unausgewogener Nahrung auch Bewegungsmangel, Stress, Hektik und unbewältigte Probleme in Beruf und Privatleben zur Ursache haben: In stark belastenden Situationen wird die Nahrungsaufnahme schnell zum Pflichtprogramm, das lieblos oder nebenher absolviert wird, oder zum Trost, dem im Übermaß zugesprochen wird, um für die Leiden des Alltags zu entschädigen. Die Folgen: Wichtige Mineralien und Nährstoffe können nicht mehr richtig resorbiert werden, weil sich im Körper Säuren und Schlacken anreichern.

Basische Ernährung entsäuert den Körper

Überschüssige Säuren können Gelenkerkrankungen wie Arthritis und Rheuma begünstigen, zu überhöhtem Blutdruck oder Arteriosklerose führen. In der Augennetzhaut und deren feinen Äderchen kann diese Verstopfung der Blutgefäße Kurzsichtigkeit stärker werden lassen, in Kopfhaut und Haarboden blockieren die Säuren die Aufnahme wichtiger Mineralien durch das Haar und lassen es verfrüht ausfallen. Durch langfristige Reduzierung des Anteils säurebildender und vermehrte Aufnahme basischer Lebensmittel kann der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Durch Verbesserung der Resorptionsfähigkeit von Haar und Kopfhaut kann die konsequente basische Ernährung gegen Haarausfall bei Frauen und Männern helfen, nur der erblich bzw. hormonell bedingte Haarausfall entzieht sich diätetischen Maßnahmen. Aber welche Nahrungsmittel sind basisch? Und welche bilden die schädlichen Säuren und Schlacken, die den Organismus belasten, anstatt ihn zu beleben?

Übersäuerung durch Ernährung

Auf basische Ernährung umzusatteln, ist weniger kompliziert als viele andere Diäten. Lange Listen mit umfangreichen Aufzählungen basischer und saurer Lebensmittel sind öffentlich und kostenfrei zugänglich, beispielsweise als Downloads im Internet. Hier wird daher nur eine kleine Auswahl der bekanntesten und beliebtesten Säure- und Basenlieferanten aufgeführt, anhand derer sich überblicken lässt, wie tiefgreifend die Umstellung im Alltag ausfallen müsste.

Saure Lebensmittel Basische Lebensmittel
Fleisch- und Wurstwaren Kartoffeln
Fisch und Meeresfrüchte Blattsalate (vor allem die dunklen Sorten)
Senf, Ketchup und Essig Frisches, ungekochtes Gemüse
Getreideprodukte und Gebäck Obst
Schwarztee und Früchtetee Mandeln
Milch und Milchprodukte Rohmilch
Zucker und Honig Trockenfrüchte
Gehärtetes und raffiniertes Fett/Öl Samen und Kerne
Alkohol und Kohlensäure Kräuter

Bei Obst und Gemüse empfiehlt sich der Rohverzehr, denn viele basische Lebensmittel werden in gekochtem Zustand zu Säurebildnern. Die Basische Ernährung bezeichnet Kaffee in der Regel als Säurelieferant, weil er Röststoffe enthält, die im Magen zu einem Säureüberschuss und Sodbrennen führen können. Im Blut hingegen ist Kaffee schwach basenbildend.

Entschlacken vor der Umstellung

Um die Säurebelastung schon vor der Umstellung auf Basische Ernährung zu reduzieren und dem Organismus beim Abbauen und Ausschwemmen der Schlacken zu helfen, wird eine Entschlackungskur empfohlen. Dabei helfen das bewährte Hausmittel Kaiser Natron und andere Basenpulver. Im Fachhandel sind verschiedene Mischungen wichtiger Mineralsalze unter diesem Namen erhältlich. Allerdings lässt sich nicht generalisieren, welche Basenpulver gegen Haarausfall und welche gegen Rheuma besonders schnell helfen: Die Basendiät ist ein ganzheitliches Konzept und soll daher ganzheitliche Wirkung zeigen. Wer übergewichtig ist und sich basisch ernährt, wird automatisch dabei abnehmen, da bei der Basendiät Kalorienbomben wie Zucker, Wurst und Weißbrot durch fett- und kalorienarme Alternativen ersetzt werden.

 

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