Gute Gründe für eine ausreichende Fettversorgung

Fish dish - roasted fish and vegetablesEs stimmt zwar das die deutschen viel zu viel fettreiche Lebensmittel essen und damit die empfohlene Tagesmenge von etwa 60 Gramm meist um das doppelte überschreiten, was
zu Übergewicht und gesundheitlichen Folgeerscheinungen führen kann. Wobei man hier sagen muß, dass für eine Gewichtszunahme in erster Linie die gesamte Kalorienmenge und nicht die Kalorienquelle verantwortlich ist.
Es ist aber auch so das zu wenig Fett auch nicht gut ist, da Fett für viele Stoffwechselvorgänge in unserem Körper benötigt wird. Gerade Bodybuilder und Sportler die eine sehr strenge Diät durchziehen, neigen oft dazu Ihre Fettzufuhr auf ein Minimum zu drosseln. Ich kann ein Lied davon singen, ich hatte auch Zeiten in denen ich nichtmal 30 Gramm Fett am Tag zu mir genommen habe. Zu dieser Zeit habe ich mir alles genau aufgeschrieben was ich gegessen habe und dann die Kalorien ausgerechnet, daher weiß ich das so genau.

Gute und schlechte Fette

Bei den Nahrungsfetten gibt es zwei verschiedene Fettarten. Zum einen sind das die gesättigten Fettsäuren, die als die schlechten Fette gelten und für Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems verantwortlich gemacht werden. Dann gibt es noch die ungesättigten Fettsäuren, die aus einfach und mehrfach ungesättigten bestehen. Gerade die mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben laut verschiedener Studien sogar eine für Herz und die Blutgefäße positive Wirkung, wie die im Fisch enthaltenen Omega 3 Fettsäuren.
Eine weitere ungesunde Art von Fetten sind die gehärteten Fette, dabei handelt es sich zwar um mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese werden aber einem bestimmten Verfahren unterzogen, der sogenannten Hydrierung. Bei diesem Prozess werden die Fettsäuren gehärtet, indem sie mit zusätzlichen Wasserstoffatomen versehen werden, wodurch sie für die Lebensmittelindustrie
brauchbarer (höherer Schmelz- und Rauchpunkt) werden.
Findet diese Härtung aber nur unvollständig statt, dann können dabei sogenannte Trans Fette gebildet werden, die wiederum auch Herzerkrankungen begünstigen können. Trans Fette können außerdem entstehen, wenn Pflanzenöle über einen bestimmten Punkt (ca. 130 Grad) erhitzt werden, daher finden sich besonders viele Trans Fette in frittierten und mit viel Fett gebratenen Lebensmitteln wieder, wie z.B. in Chips, Pommes, Hamburger, Fischstäbchen und Schnitzel.

Welche Aufgaben haben Fette in unserem Körper?

Fett wird im Körper als Energielieferant und für die Energiespeicherung genutzt. Außerdem wird Fett bei verschiedenen anderen Stoffwechselvorgängen benötigt, wie der Resorption (Aufnahme in das Gewebe) bestimmter Vitamine (A,D,E), dem Schutz der Organe und zur Stärkung des Immunsystems.

Wo stecken die guten und schlechten Fette drinnen?

In folgenden Nahrungsmitteln finden sich besonders gesättigte Fettsäuren und sollten daher gemieden bzw. nur in geringen Mengen verzehrt werden: Fleisch, Wurst, Butter, Schokolade, Käse und bestimmte Ölsorten wie das Kokosöl.

In diesen Nahrungsmittel sind besonders ungesättigte Fettsäuren vorhanden: Olivenöl, Distelöl, Leinöl, Erdnüsse, Fisch (z.B. Seelachs, Makrelen, Karpfen, Sardinen).

von Alexander Mett, Team bewegung-und-ernaehrung.de

Bildquelle: © Jacek Chabraszewski – Fotolia.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>