Moringa oleifera – eine Wunderpflanze mit erstaunlichen Eigenschaften

In Afrika zählt Moringa oleifera, auch Wunderbaum genannt, zu den wichtigsten Hoffnungsträgern gegen Mangel- und Unterernährung. Denn die schnellwachsende Pflanze bietet eine so hohe Nähr- und Vitalstoffdichte wie keine andere bekannte Pflanze und das nicht nur in einem bestimmten Pflanzenteil, sondern in sämtlichen Teilen. Damit lassen sich Blätter ebenso verzehren wie die sehr ölhaltigen Samen, die Schoten, Früchte und Sprösslinge. Die Teile der Pflanze können frisch verzehrt werden, getrocknet und gemahlen ergeben die Blätter als Pulver eine gesunde Nahrungsergänzung, die in Kapseln abgefüllt oder direkt so über Speisen gestreut und in Getränke eingerührt werden kann.

Dabei ist Moringa nicht nur gesund, sondern schmeckt auch angenehm, frische Sprossen haben einen Geschmack wie Meerrettich, die Früchte erinnern geschmacklich an Spargel. Das Öl ist in der Kosmetikindustrie lange bekannt und geschätzt, denn es hat eine desodorierende Wirkung und pflegt die Haut sehr reichhaltig. Faszinierend ist zudem die Fähigkeit der Moringa-Samen, Wasser desinfizieren und reinigen zu können. Bereits zwei bis drei gemahlene Samen reichen aus, um einen Liter verunreinigtes Wasser trinkbar zu machen. In vielen Ländern der dritten Welt wird auf diese Weise Trinkwasser gewonnen und gleichzeitig die Versorgung mit Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Nährstoffen sichergestellt.

Die Pflanze wächst sehr schnell, etwa 30 cm pro Monat, so dass nach einem Jahr bereits ein stattlicher Baum aus einem gepflanzten Samen entstanden ist. Die Anzucht aus Samen ist auch in Deutschland möglich, allerdings verträgt Moringa keinen Frost und sollte bei Temperaturen von unter 10 °C ins Haus geholt und an einem warmen, sonnigen Platz überwintern. Auch der Topf sollte nicht zu klein gewählt werden, mindestens 12 cm Durchmesser sollten es sein, denn durch ihre hohe Wuchskraft sind der Pflanze kleinere Töpfe sonst sehr schnell zu klein. Mit einer eigenen Moringa-Plantage im Haus kann man sich jederzeit mit den schmack- und nahrhaften Pflanzenteilen versorgen, etwa als Salat oder für einen Moringa-Tee.

Bildquelle: © Marek – Fotolia.com

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