Ungesunder Blutdruck

Unser Blutdruck ist eine maßgebliche medizinische Größe, mit der wir die Gesundheit unseres Körpers messen. Als Gradmesser für Gesundheit (oder Krankheit, beim Resultat Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck)  ist der Blutdruck eben deswegen so geeignet, weil er von vielen verschiedenen Faktoren positiv wie negativ beeinflusst wird und weil er eine essentielle Körperfunktion ist, ohne die wir schlicht sterben.

Was macht der Blutdruck und was ist normal?

Der Blutdruck ist der Druck, der in unseren Blutgefäßen im Kreislauf messbar ist. Man unterscheidet zwei Messgrößen: den systolischen und den diastolischen Blutdruck. Wenn das Herz gerade pumpt, also sich anspannt, misst man den systolischen Druck, den Anspannungsdruck. Wenn das Herz sich gerade zusammenzieht und Blut aufnimmt, misst man den diastolischen Druck, den Entlastungsdruck. Der systolische Druck ist logischerweise immer höher als der diastolische Druck.

Ein optimaler Wert für den Blutdruck liegt bei erwachsenen Menschen bei etwa 120 mmHG im systolischen Bereich, im diastolischen bei 80 mmHH. Die normalen Werte wären 130/90 mmHG. Als immer noch hochnormal gelten Werte von bis zu 139 mmHG bzw. bis zu 90 mmHG.

Bei Werten die unter 110 mmHG bzw. unter 70 mmHG im diastolischen Bereich liegen, spricht man von einer Hypotonie, von einem zu niedrigen Blutdruck. Da Hypotonie aber oft, wenn nicht meist, durch die Einnahme von Medikamenten entsteht, wo man sich ohnehin unter ärztlicher Aufsicht befindet und eine Hypotonie langfristig eher zu begrüßen ist, weil der Blutdruck mit den Lebensjahren tendenziell steigt und sich eine Hypotonie also mit der Zeit ausgleicht, beschäftigen wir uns im Folgenden mit dem Gegenteil: mit Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie genannt.

Alle Blutdruckwerte jenseits von 140 / 90 mmHG gelten als pathologisch, also als ein kranker Blutdruck. Bis zu den Werten jenseits von 180/110 mmHG spricht man von Hypertonie I oder Hypertonie II, ab einem Blutdruck von 180/110 mmHg oder mehr von Hypertonie III.

Was beeinträchtigt den Blutdruck?

Bluthochdruck kann durch eine Vielzahl von Faktoren entstehen. Zu den drei wichtigsten bekannten Ursachen für Bluthochdruck zählt man:
-    Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
-    Störungen des Hormonhaushalts
-    Fehlfunktionen der Nieren

Mediziner geben aber offen zu, dass es eine breite Palette unbekannter Faktoren gibt, die sich negativ auf den Blutdruck auswirken können.

In der Regel wird die Folge einer Störung dann zum Ausgangspunkt für eine individuelle Diagnose gemacht. Das bedeutet: Ausgehend von einem unerklärlich hohen Blutdruck, sucht man dann rückwärts nach möglichen Ursachen, um dann eine Behandlungsansatz für das tatsächliche, als das zugrunde liegende Leiden zu finden.

Sicher ist, dass folgende Faktoren sich negativ auf den Blutdruck auswirken:
-    Übergewicht
-    Alles, was die Blutgefäße potentiell verengt wie Rauchen, fette oder sehr salzhaltige Ernährung, geringe Flüssigkeitszufuhr etc.
-    Diabetes
-    Erbliche Faktoren

Es gibt eine Reihe von Messgeräten, mit denen man seinen Blutdruck auch zu Hause problemlos täglich messen und somit langfristig überwachen kann. Nichts ersetzt jedoch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Bei Verdacht auf Bluthochdruck (Atemnot, Herzrasen und ähnliches) sollte man sofort den Arzt aufsuchen.

Auch ohne Beschwerden empfiehlt es sich in jedem Fall eine jährliche ärztliche Untersuchung inklusive Belastungs-EKG machen zu lassen.

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