Tipps für ein langes und gesundes Leben

Laut aktueller Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ist ein über achtzigjähriger Mensch alt. Über Neunzigjährige werden als hochbetagt, über Hundertjährige als langlebig bezeichnet.
Das Erreichen des neunten oder zehnten Lebensjahrzehnts bei voller körperlicher und geistiger Gesundheit ist in der heutigen westlichen Welt zwar keine Seltenheit mehr, trotzdem ist es noch längst nicht selbstverständlich. In diesem Artikel erfahren Sie welche Faktoren besonders wichtig sind um dieses Ziel zu erreichen.

Vorzeitiges Altern vermeiden

So genannte Zivilisationskrankheiten machen vielen Menschen schon vor dem sechzigsten Lebensjahr zu schaffen. Zu ihnen zählen unter anderem Diabetes (Zuckerkrankheit), koronare Herzerkrankungen, stress- und spannungsbedingte Krankheiten wie das Burnout- oder Boreout-Syndrom und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats.
Es sind vor allem diese vermeidbaren Leiden, denen es vorzubeugen und die es zu bekämpfen gilt. Denn ein langes Leben bei guter Gesundheit ist unstreitig schöner als lange Jahre des chronischen Leidens, der Gebrechlichkeit oder gar Pflegebedürftigkeit. Es geht also weniger um die Quantität der Lebenszeit als um deren Qualität – und für die kann jeder selbst aktiv werden und Verantwortung übernehmen.

Mit dem richtigen Essen die Zellen schützen

Seit langem erforschen Ernährungswissenschaftler die Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel- und Alterungsprozessen. Vor allem die so genannten Freien Radikale stehen im Verdacht, mitverantwortlich für viele Krankheiten zu sein, etwa Arteriosklerose, Krebs, Diabetes mellitus und Alzheimerdemenz. Freie Radikale sind besonders reaktionsfreudige Molekülfragmente, die bei zellulären Sauerstoffreaktionen entstehen und später Zellschäden hervorrufen und das Tumorwachstum begünstigen können.

Körpereigene Radikalfänger und Antioxidantien, die mit der Nahrung oder in Form entsprechender Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden, binden Freie Radikale und können sie so unschädlich machen. Äpfel und Bananen, Tomaten, Mais und Bohnen, aber auch Kaffee und Rotwein sind reich an Antioxidantien. Manche Vitamine wirken ebenfalls als Antioxidantien, darunter Vitamin C und Vitamin E.

Das Gleichgewicht der Säuren und Basen

Der Körper ist immer darum bemüht für ein ausgeglichenes Säuren-Basen Niveau zu sorgen. Überschüssige Säuren werden dabei über die Haut und den Darm ausgeschieden. Dennoch kann es passieren das es zu einer Übersäuerung kommt, da die körpereigenen Entsäuerungstechniken nicht mehr richtig funktionieren oder einfach überfordert sind. Das kann z.B. durch eine sehr saure Ernährung (viel Fleisch oder andere Produkte mit hohem Eiweißgehalt, Getränke wie Cola) hervorgerufen werden, aber auch Faktoren wie Stress und Bewegungsmangel können dazu beitragen. Eine Übersäuerung ist schädlich und kann krank machen und sollte daher vermieden werden. Daher ist es empfehlenswert, mehr basenbildende als säurenbildende Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Ein Fastentag zwischendurch, verbunden mit reichlichem Trinken von basenbildenden Tees, entlastet die Verdauung und hilft beim Abbau von Stoffwechselendprodukten. Ich empfehle Ihnen zu diesem Thema unseren ausführlichen Artikel: http://www.bewegung-und-ernaehrung.de/gesunde-ernaehrung/45-ein-saures-leben-kann-krank-machen

Den Darm gesund halten

Die Rolle der Darmgesundheit auf die Lebenserwartung wurde lange unterschätzt, dabei ist das empfindliche Ökosystem Darm wesentlich an der Energieaufnahme und Immunabwehr beteiligt. Wie schon Paracelsus sagte „im Darm sitzt der Tod“. An diesem Satz ist sicherlich etwas wahres dran. Fehlen wichtige Mikronährstoffe oder wird zu viel oder zu fett gegessen, kann es zu einer Fehlbesiedelung der Darmflora kommen, die zu Unwohlsein, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung führt. Ernährungsbedingte Störungen der Zucker- und Fettverdauung begünstigen zudem Übergewicht, das wiederum das Diabetes- und Schlaganfallrisiko erhöht und den gesamten Organismus schwer belastet. Auf einen gesunden Darm zu achten ist daher sehr wichtig, Nahrungsergänzungen wie Flohsamen und Bentonit können (im Rahmen einer Kur bzw. Darmsanierung) aktiv zur Darmgesundheit beitragen.

Bewegung ist lebensnotwendig

Der Körper will sich bewegen; dazu ist er gebaut. Gerade Menschen mit sitzenden Tätigkeiten sollten nach Feierabend für sportlichen Ausgleich sorgen, um Muskeldysbalancen, Verspannungen und Krankheiten vorzubeugen. Schon moderate Aktivität, etwa der klassische Abendspaziergang, baut Stress ab, stärkt Muskeln, Gelenke, Herz und Kreislauf, kurbelt Stoffwechsel und Immunsystem an und weckt die Lebensgeister. Regelmäßige Bewegung hält Körper und Geist in Form und ist daher ein essentieller Faktor für ein langes und gesundes Leben.

Vermeiden Sie Übergewicht

Übergewicht ist eine der Hauptursachen für viele Krankheiten und gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Herinfarkt, Organschäden und sogar Krebs. Aufgrund der Vielzahl von möglichen gesundheitlichen Schäden sollten Sie Übergewicht unbedingt vermeiden,  oder (falls vorhanden)mit einer effektiven Diät in Verbindung mit Sport wieder loswerden. Ihr Normalgewicht können Sie mit dem Body Mass Index berechnen. Wenn Sie schlank sind und dadurch automatisch relativ wenig essen, haben Sie damit auch gleich einen weiteren positiven Effekt erreicht, denn Studien haben gezeigt das Menschen die weniger essen älter werden als welche die viel essen. Da beim verbrennen und verstoffwechseln von Kalorien auch immer Abbauprodukte und freie Radikale entstehen, produziert man, wenn man weniger Nahrung aufnimmt, also auch weniger dieser Zell- und Organschädigenden Stoffe im Körper. Es können also allein dadurch das weniger Nahrung gegessen wird, auf die Gesundheit positive Effekte entstehen, unabhängig von der Tatsache das Übergewicht ansich natürlich auch verhindert bzw. beseitigt werden sollte.

Achten Sie auf gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch

Gesunde Zähne sehen nicht nur gut aus, sie sind für die allgemeine Gesundheit des Körpers auch unerlässlich. Es ist bekannt das Entzündungen an Zähnen und dem Zahnfleisch zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen können. So kann eine Zahnfleischentzündung im Blut wandern und unter Umständen das Herz erreichen was zu einem Herzinfarkt führen kann. Es gibt Fälle von Sportlern bzw. Bodybuildern die trotz einer Entzündung im Mundraum hart trainiert haben und dann einen tödlichen Herzstillstand erlitten haben. Generell sollte man nie mit einer Entzündung (dazu gehört auch eine leichte Grippe oder eine Erkältung) im Körper trainieren. Das Risiko das man dabei eingeht ist es nicht wert.

Stress macht krank

Stress belastet nicht nur die Psyche, er kann auch körperliche Folgen haben. Andauernder, starker Stress kann im schlimmsten Fall sogar zu einem Herzinfarkt oder einen Hirnschlag führen. Aber auch weniger starke Auswirkungen wie eine Schwächung des Immunsystems oder Verdauungsprobleme sind möglich und sicherlich nicht wünschenswert.
Stress zu vermeiden ist aber nicht immer ganz einfach, gerade wenn es sich um beruflichen Stress handelt. Was man aber machen kann, ist sich einen Ausgleich zu suchen. Das kann eine sportliche Aktivität sein, oder ein Hobby auf das man sich schon während der Arbeitszeit freut (ohne dabei natürlich die notwendige Konzentration für den Job zu verlieren).
Wenn Sie einen guten Ausgleich in Form von Sport oder eines Hobbys haben, können Sie damit nicht nur Stress abbauen, er hilft Ihnen auch dabei Stress erst gar nicht in so schwerem Maße entstehen zu lassen das er gesundheitliche Folgen haben kann.

Weitere Faktoren

Natürlich sind die beschriebenen Faktoren noch lange nicht alles was für ein langes und gesundes Leben von Bedeutung ist, ich erachte diese Punkte aber als sehr wichtig. Das man nicht übermäßig Alkohol trinken sollte und besser auch auf Zigaretten und Drogen verzichtet ist ja eigentlich klar. Es gibt aber noch einige Sachen die man nicht beeinflussen kann wie z.B. irgendwelche Umweltgifte die man unbewußt mit der Nahrung oder der Luft aufnimmt.
Auch spielt die genetische Veranlagung sicher eine große Rolle (viele Krankheiten werden vererbt) dabei wie alt man werden kann. Das sind aber wie gesagt alles Faktoren die man nicht selbst beeinflussen kann, obwohl man bei einer familiären Krankheitsvorgeschichte sicherlich gewarnt sein muß und daher regelmäßiger zum Arzt gehen sollte bzw. bestimmte Untersuchungen früher als Normalerweise üblich machen lassen sollte.
Mit den in diesem Artikel beschriebenen Tipps können Sie aber selbst etwas dazu beitragen, ein möglichst hohes Alter bei guter Gesundheit zu erreichen.

von Team www.bewegung-und-ernaehrung.de

Bildquelle: © Christian Schwier – Fotolia.com

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