Drei große Myhten beim Muskeltraining und was es damit tatsächlich auf sich hat

bodybuilder training with dumbbellsEs gibt immer wieder Irrtümer und Mythen rund um den Muskelaufbau die im
Fitnessstudio die Runde machen. Ich möchte im folgenden Artikel drei der bekanntesten davon erläutern und aufklären die man als Anfänger so zu hören bekommt.

1. Mehr Training bringt auch mehr!
Bei vielen Dingen heißt es ja: “Mehr bringt auch mehr”. Beim Muskelaufbau ist das aber anders. Muskelwachstum geschieht durch zwei Abläufe, zum einen ist das der eigentliche Anreiz zum Wachstum der im Training durch eine kontrollierte Überlastung stattfindet. Durch diesen Anreiz werden die Muskeln Überlastet, was zur Folge hat das sich die Muskelfasern spalten und somit vermehren. Dadurch sind die Muskeln aber noch nicht größer geworden. Das Muskelwachstum findet erst beim zweiten Ablauf, der Erholungsphase statt. In dieser Zeit werden die Muskeln größer da sich die gespaltenen  Muskelfasern nun mit Nährstoffen und Aminosäuren versorgen.
Wird aber die Erholungsphase verkürzt weil man mehr bzw. öfter trainieren will, dann
können Sie die Muskeln nicht vollständig vom vorherigen Training erholen und genügend
wachsen. Die Folge von zu vielen Trainingseinheiten kann Übertraining sein, ein kataboler
in der man Muskelmasse verliert statt aufbaut. Daher sollte man seinen Muskeln immer
genügend Zeit zur Erholung und zum Wachstum geben denn mehr bringt hierbei nicht mehr.

2. Muskelmasse kann man praktisch ohne Ende aufbauen
Auch das hört man immer wieder, es ist aber so das hier natürlich Grenzen gibt. Die
wichtigste davon ist die Veranlagung, es gibt Menschen die können machen was sie wollen
und nehmen kaum an Muskelmasse zu. Andere dagegen haben schon beträchtliche
Muskelberge ohne überhaupt einmal in ihrem Leben in der Nähe eines Fitnessstudios
gewesen zu sein. Schuld daran ist neben der Knochenstruktur auch der Hormonhaushalt.
Es gibt sicherlich Mittel wie Anabole Steroide mit denen sich auch bei schlechter Veranlagung
große Muskeln aufbauen lassen, auf diese sollte man aber Aufgrund der großen gesundheitlichen
Nebenwirkungen nicht zurückgreifen. Außerdem sind auch dann dem Muskelwachstum Grenzen
gesetzt. Wenn dem nicht so wäre, dann würden viele Profi Bodybuilder die diese Substanzen verwenden und damit auch die gesundheitlichen Schäden in Kauf nehmen, schon über 200 Kilo wiegen.

3. Die aufgebaute Muskelmasse wandelt sich in Fett um wenn man nicht mehr trainiert
Wer viele Jahre trainiert hat und in dieser Zeit große Muskeln aufgebaut hat, wird diese
nach Beendigung seiner Trainingslaufbahn nach und nach wieder verlieren. Die Muskeln
wandeln sich also nicht in Fett um, das kann auch gar nicht funktionieren, da Muskeln aus
Eiweiß (Aminosäuren) bestehen und Eiweiß kann nicht zu Fett verstoffwechselt werden.
Dieser Abbau der Muskelmasse geschieht aber nicht über Nacht, als Richtwert kann man
sagen das es in etwa solange dauert wie es gebraucht hat diese Muskeln aufzubauen.
Es gibt aber auch Ausnahmefälle in denen sich der Muskelabbau schneller vollzieht,
z.B. bei schweren Krankheiten oder Knochenbrüchen und die damit verbundene
Bewegungslosigkeit einzelner Muskeln.
Ist die antrainierte Muskelmasse aber einmal verschwunden, läuft man leichter Gefahr
an Fett zuzunehmen, wenn man genauso viele Kalorien zu sich nimmt wie in der aktiven
Trainingszeit, da man nun wo die Muskelmasse weg ist nicht mehr die gleiche Menge
an Kalorien benötigt. Aus diesem Grund ist wahrscheinlich auch dieser Irrglaube entstanden,
Muskelmasse läßt sich aber nicht eins zu eins in Fett umwandeln.

von Alexander Mett, Team bewegung-und-ernaehrung.de

Bildquelle: © michaeljung – Fotolia.com

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