Vertragen sich Alkoholkonsum und Muskelaufbau?

A young man with a glass of red wineAlkohol gehört zu den meist konsumierten Drogen der
Welt und gerade hier in Deutschland ist der Genuss von Alkohol sehr beliebt. Da Alkohol praktisch immer und überall verfügbar ist, wird er auch nicht als so gefährlich gesehen. Was legal zu kaufen ist kann ja auch nicht schlecht sein, so die allgemeine Meinung. Dabei steht Alkohol im Drogen Ranking auf Platz eins was die gesundheitlichen Folgen für den Körper angeht. Jährlich sterben weltweit etwa 2,5 Millionen Menschen an den Folgen von Alkohol, in Deutschland sind es ca. 100.000.
Das Problem ist das Alkohol einfach zu tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist, es gilt geradezu als normal schon im Jugendalter den ersten Vollrausch zu haben.
Dazu kommt wie bei allen anderen Drogen auch, dass man zwar durchaus über die möglichen Folgen Bescheid weiß (bei Zigaretten steht es ja sogar auf jeder Packung), aber dennoch
konsumiert man im wahrsten Sinne des Wortes fröhlich weiter, da durch den Suchtfaktor die Vernunft aussetzt. Auch spielt hierbei der Gruppenzwang eine große Rolle, wer z.B. auf einer Party nichts trinkt gilt schnell als Langweilig und Spießer.
Ich schweife aber hier schon zu sehr ab, ich möchte nämlich nicht den Alkohol ansich verteufeln
oder auf die Frage eingehen, was erlaubt und was verboten gehört, sondern welche konkreten
Folgen der Alkoholgenuss auf das Muskelwachstum haben kann.

Die Folgen von Alkohol auf die Muskeln

Alkohol hat auf die Muskeln eine Reihe von negativen Wirkungen.
Alkohol schädigt die Muskeln, da er wie Gift auf Nerven und Muskelfasern wirkt.
Gerade die weißen Muskelfasern werden besonders geschädigt.
Auch die eigentliche Trainingsleistung wird durch den Alkoholkonsum
negativ beeinflusst, da der Körper Milchsäure langsamer abbaut, als das ohne
Alkohol der Fall wäre. Dadurch bleiben die Muskeln länger übersäuert und können sich
nicht so schnell wieder erholen und ihre Leistungsfähigkeit zurück erlangen.
Die Ausschüttung des anabolen Wachstumshormons STH wird ebenfalls behindert,
nach dem Alkoholgenuß für einige Stunden sogar fast komplett blockiert.
Die Fettverbrennung wird ebenfalls blockiert, was wiederum eine Fetteinlagerung
zur Folge haben kann. Alkohol selbst hat einen Brennwert von 7 Kalorien, diese Energie
muß auch erstmal verbrannt bzw. verstoffwechselt werden, vorher ist an eine Fettverbrennung
sowieso nicht zu denken. Jeder einzelne der angesprochenen Nachteile sollte eigentlich schon
ausreichen, um als Sportler die Finger vom Alkohol zu lassen.
Ich möchte aber auch die mir bekannten einzige positive Wirkung von Alkohol nicht verschweigen.
Alkohol kann, wenn er in Maßen (1 Glas Wein am Tag) getrunken wird, sich positiv auf das Herz-
Kreislaufsystem auswirken, da er eine verminderte Blutgerinnung und einen erhöhten HDL Spiegel bewirkt.
Dieser positive Effekt läßt sich aber schon durch den Sport allein erzielen, ohne all die Nachteile die der Alkohol mit sich bringt. Sie sollten daher auf Alkohol verzichten, erst Recht wenn Sie Sportler sind und auf Ihre Gesundheit achten.

von Alexander Mett, team bewegung-und-ernaehrung.de

Bildquelle: © FomaA – Fotolia.com

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